Isernhagener Bürger helfen Flüchtlingen.  Offenes Netzwerk aus ehrenamtlichen Bürgern, dem Deutschen Roten Kreuz und Mitgliedern der Gemeindeverwaltung Isernhagen.  E-mail: Helfernetzwerk-Isernhagen@web.de

Aktuelles:

Bild: Vertreter Kirchhorster Zehntfest, Helfernetzwerk und jugendliche Flüchtlinge

Viel Spaß im Zoo dank großzügiger Spende vom Kirchhorster Zehntfest

54 Kinder, Jugendliche und ihre erwachsenen Begleiter hatte am Samstag, 20. August 2016, viel Spaß im Erlebniszoo Hannover. Ermöglicht wurde der gemeinsame Besuch der Tiere und Attraktionen durch eine Spende aus Kirchhorst.  Ein Teil des Erlöses des 9. Kirchhorster Zehntfestes aus dem Jahr 2015 stellten die Organisatoren dem Helfernetzwerk Isernhagen zur Verfügung, damit die in Isernhagen ansässigen Flüchtlingsfamilien den Zoo kennen lernen können.


Besuch der Tafel in Altwarmbüchen - ein Bericht

Es ist wieder Mittwoch, 13.00 Uhr. Wie jede Woche stauen sich die Liefer- fahrzeuge der Langenhagener Tafel vor der Lebensmittel-ausgabe der Altwarmbüchener Tafel im Gemeindehaus der evangelischen Kirche.
Und wie immer packen die Hilfeempfänger an und schleppen die Kisten mit den Lebensmitteln ins Haus. Von der Warteschlange vor der Tür werden jeweils fünf Personen hereingebeten. Fünf, manchmal sechs ehrenamtliche Mit- arbeiterinnen sorgen für einen durchorgani-sierten Ablauf:
Nach einem Blick auf den Tafelausweis hakt die Kassiererin die angemeldete Person auf der Liste ab und nimmt 1 Euro pro Familie als Anerkennungsgebühr entgegen.

Dann erfolgen routi- niert die Ansagen an die Mitarbeiterinnen: eine Familie musli-misch, eine Familie nicht muslimisch, eine grüne Tüte (musli- misch Einzelperson). Die mit gekommenen Kinder dürfen sich unterdessen Süßigkeiten aus einer bereit gestellten Dose nehmen. Die Mitarbeiterinnen füllen in die jeweiligen Tüten noch je einen Beutel Gemüse und einen Beutel Obst ein und geben die - ganz schön schweren und großen - Beutel an die Menschen ab. Die meisten bedanken sich höflich, plaudern vor der Tür noch ein wenig und ziehen ihrer Wege. Insgesamt hat die Tafel zur Zeit 97 Familien als Kunden, versorgt also damit mehrere hundert Personen. Daher gibt es im Moment einen Aufnahmestopp. Allerdings führen die Sozialarbeiter der Gemeinde eine Warteliste. Die Ausgabe der Tafel läuft dank des Geschicks der freiwilligen Helfer reibungslos und freundlich ab.

Dank an ehrenamtliche Mitarbeiterinnen! Im Bild für ihre Kolleginnen: Ingeborg Heike und Inge Paprotta

Natürlich gibt es auch Probleme: manchmal be- den sich Menschen auf der Anmeldungsliste, die nicht mehr in Isernhagen wohnen, sich nicht ab- gemeldet haben und die begehrten Plätze für andere blockieren.
Manchmal finden die Mitarbeiterinnen draußen in der Umgebung Lebensmittel - vor allem Brot -, die aus den Tüten aussortiert und weggeworfen
wurden. Hier müssen die Betreuer im Helfer-netzwerk aufklären, dass man bereits in den Räumen der Ausgabe schauen sollte, wofür man keine Verwendung hat und dieses dann dort lässt.
Vorbildlich: ein Sozialhilfe-Empfänger, der in einer Gemeinde-Wohnung wohnt,hat sich selber bei der Tafel abgemeldet, holt aber immer die Tüte für eine syrische Nachbarin ab, die zu der Zeit noch im Integrationskurs ist.
Alle Achtung für die tolle Arbeit der Tafelmitarbeiterinnen!

Voraussetzung für die Teilnahme an der Alt- warmbüchener Tafel: 1. Anmelden im Rathaus, Stabstelle Flüchtlinge/Asyl, Bothfelder Str. 29;   2. Leistungsbescheid der Gemeinde Isernhagen oder vom Job-Center mitbringen. Adresse: Gemeindehaus der ev.Kirche in Altwarmbüchen, Bernhard-Rehkopf-Str. 13. Geöffnet mittwochs von 13.00 - 14.00 Uhr.

Das Opferfest vom 13. - 16. September - äußerst wichtig für die Muslime unter den Geflüchteten

Liebe Interessierte am Helfernetzwerk Isernhagen,
in zwei Wochen, vom 13. bis 16. September, findet das größte islamische Fest statt – das Opferfest. Es ist für Muslime äußerst wichtig.
Unsere Geflüchteten würden sich sicher freuen, wenn wir ihnen zu ihrem höchsten Fest gratulieren, so wie viele es an Weihnachten mit uns tun, und eventuell einen kleinen Besuch mit etwas Gebackenem oder Süßen für die Kinder machen. Letztes Jahr habe ich viele Geflüchtete gefragt, wie sie denn das Fest feiern. Ich bekam fast von allen die traurige Antwort: Wie sollen wir es denn hier feiern, unsere Familien und Freunde sind doch nicht hier! Deswegen denke ich, ein kleines Zeichen von uns, dass sie hier doch nicht ganz so allein sind, wäre vielleicht ganz schön.
Herzlich Ihre Barbara Schindewolf-Lensch, Projektkoordinatorin und 2. Vorsitzende

Das viertägige Islamische Opferfest mit der arabischen Bezeichnung Eid-al-Adha beginnt jedes Jahr am 10. Tag des islamischen Monats Dhu-I-Hiddscha, also 2016 am 13. September, und endet am 16. September 2016. Dieses höchste aller islamischen Feste richtet sich nach dem Mondkalender und findet daher nicht jedes Jahr zur selben Zeit statt. Von Muslimen wird erwartet, dass sie sich in ihrer besten Kleidung kleiden und zur Mosche gehen, um dort das Festgebet zu beten. Außerdem gehört zum Islamischen Opferfest traditionell ein Tieropfer, dessen Fleisch an Bedürftige verteilt wird.

Geopfert werden Schafe, Ziegen, Rinder, Kamele oder Wasserbüffel - je nach Region. In Gebieten mit vorwiegend islamischer Bevölkerung wird das Islamische Opferfest gerne groß gefeiert. Die Festlichkeiten dauern bis in die Nacht, Menschen kommen auf den Straßen zusammen und an manchen Orten gibt es Kinderkarusselle und ähnliches. Aber auch den Verstorbenen wird während des Islamischen Opferfestes mit Besuchen auf dem Friedhof gedacht. Ansonsten feiert die Familie in Festkleidung im frisch gesäuberten Haus.

Das Eid-al-Adha wird zu Ehren von Abraham (Ibrahim) gefeiert, welcher bereit gewesen ist seinen eigenen Sohn Ishmael (Ismail) zu opfern. Gott jedoch hat rechtzeitig interveniert und Abraham seinen Erzengel Gabriel (Jibra'il) geschickt, welcher ihm mitteilte, seine Bereitschaft allein genüge und sein Opfer sei bereits akzeptiert. In Gedenken an diese Güte Gottes und Abrahams starken Glauben opfern Muslime zum Opferfest ein Tier und teilen es in drei Teile: Einen behalten sie in der Familie, einen geben sie an Arme und den dritten an Freunde oder Verwandte.


Wir feierten ein großes interkulturelles Fest!

Hunderte Einheimische und Flüchtlingen trafen sich am 14.8. im Garten des Bauernhaus-museums Wöhler-Dusche-Hof und feierten ein fröhliches Fest der Kulturen für Groß und Klein. Gegenseitig kennenlernen, ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und Vorbehalte auf allen Seiten abbauen - diese Ziele des Helfernetzwerks und des Bauernhausmuseums wurden mehr als erreicht.

Kristin Summek organisierte das Fest der Kulturen zusammen mit Katrin Lischko und Harald Dreyer. Am Büffet boten Flüchtlinge und Einheimische Speisen aus ihrer jeweiligen Heimat zum Probieren an.

Laute Ahhs und Ohhs in allen Sprachen  beim Erscheinen der Stelzenläuferin Hochkant.

Der Hingucker: das Shisha-Zelt mit bunten Teppichen und aromatischem Tabakduft. Neruz, Ali und Naoufel führen Neugierige in die Geheimnisse des Wasser-pfeifenrauchens ein.

 

Mustafa Abo Sobeh kochte arabischen Kaffee mit Karda- mon. Dazu gab es "Baklwa" - süßes Gebäck aus Syrien.


Wer macht mit? Im Gespräch Deutsch-Kenntnisse vermitteln

Das Erlernen der deutschen Sprache ist der erste Schritt zur Integration. Wir suchen dringend Damen und Herren, die gerne ehrenamtlich Erwachsenen Deutschkenntnisse spielerisch im Gespräch vermitteln möchten.
Vor allem geht es um die Inhalte Begrüßung, Vorstellung, Einkaufen, erste Dialoge etc.
Die Bandbreite des Lehrstoffs ist groß: von der  Alphabetisierung über den Unterricht für Anfänger mit Kenntnis der lateinischen Schrift bis zu den Anfängen der Grammatik. Welche Themen angesprochen  und wie der Unterricht durchgeführt wird, bleibt ganz individuell den Unterrichtenden überlassen. Eines kann schon verraten werden - es wird viel gelacht! Und es werden viele neue Freundschaften geschlossen!
 
Als Materialien werden Arbeitsblätter zur Alphabetisierung (z.B. www.tun-starthilfe.de), Unterlagen "Deutschkurs für Asylbewerber", "Thannhäuser Modell" und andere verwendet.
Zeitbedarf: 1 - 2 x pro Woche ca. 1-2 Stunden. Der Unterricht findet überwiegend in den Begegnungsstätten der Ortsteile Isernhagens  und in den geplanten Sammelunterkünften statt (ab voraussichtlich Mitte/Ende März in der Borsigstraße, Altwarmbüchen).
 
Weitere Informationen und Anmeldungen: Helfernetzwerk-Isernhagen@web.de


Deutsch schreiben  ist für uns einfach - aber wie wäre es denn, wenn wir arabisch schreiben lernen sollten? Mohammed Kahatibü gab Kostproben und schrieb Namensschilder mit deutschen Namen in arabischer Schrift.

Brachte Kinder und Erwachsene ganz ohne Worte zum Lachen - Clinic-Clown Bruno

Kröckeln. Bei Deutschen sehr beliebt. Und sicher bald auch bei Syrern, Persern und Kurden

Schachregeln kennt man überall auf der Welt. Im Handumdrehen bildeten sich internationale Schachmannschaften.

Schminken - der Klassiker für alle Kinder. Batol, 11 Jahre, (rechts) ist stolz auf das gelungene Werk.

Kurdische Tänze "Weransahr" werden vor allem zu Hochzeiten aufgeführt. Deniz Kaba entdeckte 2014 in Nordkurdistan Musikstücke und Lieder, die seit Jahrzehnten nicht mehr gespielt wurden. Die männlichen Kostüme stammen aus der Heimat, die Kleider der Damen wurden von ihnen entworfen und genäht.


Auch Gästekinder mit Schultüte zum Schulanfang

Amani Kudida aus Syrien findet Schultüten für Erstklässler eine tolle Idee, den Schulanfang zu versüssen.

Kein Kind sollte am ersten Schultag ohne Schultüte in die Schule gehen, hatten sich vier  Betreuerinnen und fünf syrische Gäste vorgenommen.
Man traf sich privat am Samstag vor Schulbeginn, um gemeinsam bunte Tüten herzustellen und sie zu füllen. Ein weiterer Anlaß,  wichtige interkulturelle Kontakte
zu pflegen, die sich die syrischen und persischen Mütter häufiger mit isernhagener  Familien wünschen.


Spenden für das Helfernetzwerk Isernhagen

Sie möchten gern persönlich helfen? Können es aber zeitlich oder örtlich nicht einrichten? Dann helfen Sie uns mit Ihrer Spende: Jeder Betrag ist wichtig.

Helfernetzwerk Isernhagen e.V.

IBAN DE94 2505 0180 0910 3177 04  / BIC SPKHDE2HXXX

Die Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen nach § 51, 59, 60 und 61 AO wurde vom Finanzamt Burgdorf  StNr. 16/200/84527 mit Bescheid vom 08.12.2015 nach § 60a AO gesondert festgestellt. Wir fördern nach unserer Satzung Hilfen für Flüchtlinge, Vertriebene und politisch Verfolgte.

 

Haben Sie herzlichen Dank im voraus!