Isernhagener Bürger helfen Geflüchteten bei der Integration.  Offenes Netzwerk aus ehrenamtlichen Bürgern, dem Deutschen Roten Kreuz und Mitgliedern der Gemeindeverwaltung Isernhagen.  E-mail: Helfernetzwerk-Isernhagen@web.de

Aktuelles:

Start in den Job - Berufsfindungsmarkt in Langenhagen

Über 50 Unternehmen aus Langenhagen und Umgebung präsentierten sich mit ihren Ausbildungsmöglichkeiten beim Berufsfind-ungsmarkt im Rathaus Langenhagen.Damit besonders Geflüchtete in der Region von diesem einmaligen Angebot  profitieren, haben Organisationen wie Kausa, ProBeruf, Stadt Langenhagen und viele andere Unterstützer Vorbereitungskurse angeboten:
Am 7. August wurden in einer mehrsprachigen Infoveranstaltung Wege in den Beruf auf-gezeigt.  Geflüchtete ließen sich über Schul-bildung, Einstiegsqualifikation, Ausbildung, Praktika und Studium Informieren. Dabei wurde ausführlich besprochen, welche geprüf-ten Deutschkenntnisse jeweils unabdingbar sind.
Drei Tage später  erhielten 13 Geflüchtete  aus der Region Tipps, wie Sie den Berufs-findungsmarkt nutzen können. Außerdem trainierten sie Unternehmen anzusprechen und sich im Gegenzug auf Fragen vorzubereiten.

Der Weg zum Beruf:

Wichtige Grundinformation über das Ausbildungssystem in Deutschland

47 Interessierte aus der Region Han-nover ließen sich arabisch, kurdisch, fars informieren

Am 17. August startete der mit Spannung erwartete Berufsfindungsmarkt im Rathaus Langenhagen: Die Geflüchteten nutzen die Chance und informierten sich ausgiebig:  Wie lange dauert die Ausbildung zum Lageristen?  Welchen Aufgaben hat ein Schornsteinfeger? Was kann ich als ambulanter  Altenpfleger verdienen? Teilweise hatten die Anbieter arabisch sprechende Ansprechpartner, um Fragen schnell und flüssig zu beantworten.  Die Einstellungsbedingungen der Anbieter klangen übereinstimmend: Gut und flüssig deutsch verstehen und sprechen sei die allerwichtigste Voraussetzung für jeden Job. Und die zweite: ein Berufsziel fest  ins Auge fassen und dies trotz mancher Enttäuschungen beharrlich verfolgen.

Der erste Weg führte zum überlaufenen VW-Stand. KFZ-Mechatroniker wollen alle werden.

Lagerist bei Bahlsen ist kein einfacher Job, sondern ein 3jähriger Ausbild-ungsberuf, der vor allem Computer-Kenntnisse erfordert.

Schornsteinfeger - in Syrien unbekannt. Umsomehr bemüh-ten sich die teilweise arabisch sprechen-den Standbesatz-ungen, die 6 aus Isernhagenen erschienen jungen Männer zu begeistern.


Chance zur Integration nicht vertun! Gesucht: Kontaktperson für Jugendliche zu Schulen und Sozialarbeitern

Inzwischen ist der große Zustrom an Geflüchteten ja wie alle wissen zum Erliegen gekommen. Dadurch hat das Helfernetzwerk sich auf neue Aufgaben eingerichtet, die vor allem die Integration der Menschen betreffen. Eine zentrale Rolle spielt hier das Thema Ausbildung, Beruf und Schule, das Bernward Hartje als Projektleiter mit großem Engagement betreut. In unserem Treffpunkt in Altwarmbüchen hält er jeden Freitag ab 17:00 Sprechstunden ab.

Herr Hartje berät Erwachsene über Arbeitsmöglichkeiten.Den Jugendlichen hilft Herr Hartje sehr erfolgreich bei der Suche nach Ausbildungsplätzen und ist immer wieder auch im Gespräch mit berufsbildenden Schulen und allgemeinbildenden Schulen.

Und hier kommt unser dringendes Anliegen:
Da inzwischen die Sprachlernklassen abgeschafft wurden und an die Kinder und Jugendlichen jetzt die gleichen Anforderungen wie an die Einheimischen gestellt werden, würden wir gern Hilfe bei der Betreuung dieser Gruppe haben.

Die Aufgabe ist es, Kontakte zu den Schulen herzustellen und zu halten und als zweiter Ansprechpartner neben den Familienbe-treuern in den Schulen zu wirken, Anträge zu stellen, sich nach Auffälligkeiten zu erkundigen und damit nicht zuletzt auch die Sozialarbeiter und Lehrer zu entlasten.

 

Das Ziel ist es, zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche durch das Raster rutschen und die große Chance zur Integration vertan wird. Wir erleben gerade, dass die Integration der älteren Flüchtlinge sich schwieriger gestaltet als wir erwartet haben. Deshalb liegen unsere Hoffnungen auf der Gruppe der Kinder und Jugendlichen.

 
Wer Interesse hat, Herrn Hartje auf diesem Feld zu unterstützen, melde sich bitte direkt bei Herrn Hartje: bernward.hartje@t-online.de


Wohnungen gesucht!

Der Gemeindeverwaltung Isernhagen hat die Mehrzahl der Geflüchteten für die Dauer der Asylverfahren in gemeindeeigenen oder von der Gemeinde gemieteten Wohnungen unter-gebracht. Diese Wohnungen müssen nach und nach geräumt werden - weil weitere Flüchtlinge erwartet werden, weil die Mietverträge zwischen der Gemeinde und den Vermietern auslaufen.

Deshalb suchen Geflüchtete, die in Ihrem Asylverfahren den Status "Aufenthaltserlaubnis" erhalten haben, jetzt verstärkt Wohnungen. Die Kaltmiete, die Heizung und Nebenkosten - mit Ausnahme der Elektrizität - trägt das Jobcenter. Ebenso kommt das Jobcenter gegenüber dem Vermieter für die Mietsicherheit auf.

Wenn Sie über eine freie Mietwohnung informieren wollen - bitte wenden Sie sich an das Helfernetzwerk-Isernhagen, Herrn Wolfgang Dorn, w.dorn@t-online, oder www.helfernetzwerk-isernhagen@web.de

Aktuelle Wohnungsgesuche
3 - 4 Zimmer
von sehr netter  syrischer Familie gesucht. Vater ist Kfz-Mechaniker. Eltern besuchen den Integrations- bzw. Deutschkurs. Ein erwachsener Bruder, drei Kinder im Alter von 4, 6 und 7 Jahren. Die Familie wünscht sich vor allem eine separate Küche, weil im Wohnzimmer gekocht und geschlafen werden muß.

3 Zimmer
sucht ein sympathischer syrischer Krankenpfleger mit seinem Bruder, seiner Frau und  einjährigen Sohn. Beide sprechen gut Deutsch. Der Ehemann versteht sich außerdem auf die Gartenpflege. Das Haus, in dem die Familie wohnt, wird verkauft und die Familie muß kurzfristig ausziehen.


Spenden für das Helfernetzwerk Isernhagen

Sie möchten gern persönlich helfen? Können es aber zeitlich oder örtlich nicht einrichten? Dann helfen Sie uns mit Ihrer Spende: Jeder Betrag ist wichtig.

Helfernetzwerk Isernhagen e.V.

IBAN DE94 2505 0180 0910 3177 04  / BIC SPKHDE2HXXX

Die Einhaltung der satzungsmäßigen Voraussetzungen nach § 51, 59, 60 und 61 AO wurde vom Finanzamt Burgdorf  StNr. 16/200/84527 mit Bescheid vom 08.12.2015 nach § 60a AO gesondert festgestellt. Wir fördern nach unserer Satzung Hilfen für Flüchtlinge, Vertriebene und politisch Verfolgte.

 

Haben Sie herzlichen Dank im voraus!

Helfernetzwerk schreibt Brief an  Ministerpräsident Stephan Weil

Von rechts nach links: Landtagsabgeordneter Marco Brunotte, Ministerpräsident Stephan Weil, 2. Vorsitzende Helfernetzwerk Isernhagen  Barbara Schindewolf-Lensch, Ortsbürgermeister Philipp Neesen

Zum Besuch des Ministerpräsidenten Stephan Weil in Altwarmbüchen hat das Helfernetzwerk einen Brief übergeben und um Unterstützung gebeten. Auszüge:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil!


Unser Helfernetzwerk steht wie viele andere Helferkreise jetzt vor dem Problem, dass die eigentliche Integration der geflüchteten Menschen sich doch viel schwieriger gestaltet, als das anfängliche Willkommen-Heißen. Unsere Hauptanliegen hierzu sind:

1) Wohnungssituation
....Es gibt kaum private Vermieter die bereit sind, an Flüchtlinge mit Aufenthaltserlaubnis Wohnungen zu vermieten. Praktisch völlig unmöglich wird es, wenn sich im Rahmen der Mietvertragsvorbereitung herausstellt, dass die Aufenthaltserlaubnis befristet ist...
Wir wünschen uns deshalb, dass die Politik uns hier unterstützt. Die Unterstützung kann dadurch erfolgen, dass Sie die Führungen von Wohnungsbaugesellschaften als Region oder als Partei anschreiben und um ein Kennlerngespräch mit uns bitten. Wir werden dann den Wunsch äußern, dass z.B. vorab zur Veröffentlichung Helfernetzwerke wie unseres hier in Isernhagen über zu vermietenden Wohnraum informiert werden. Wir haben dann etwas mehr Zeit mit unseren Schützlingen die Bewerbungen vorzubereiten oder gar im Vorfeld Bewerbungen einzureichen.

2) Schulsituation

...Durch die Auflösung der Sprachlernklassen wird das Problem der Flüchtlingskinder in den Schulen massiv verschärft. Es werden auch in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Kindern nach drei oder vier Jahren die Schulen als Analphabeten verlassen....Hier besteht ganz viel Optimierungsbedarf, der in den Schulen anfängt und wenn es nur ist, dass die Kinder frühzeitiger die Schulen verlassen und die Integrationskurse besuchen, oder dass Integrationskurse in den Berufsschulen für die Kinder eingeführt werden, bevor der Regelunterricht mit dem Regellehrplan beginnt, dem die Kinder sowieso nicht folgen können. Auch muss der Nachhilfeunterricht zuverlässig durchgeführt werden. Denn nur wer konsequent fördert, kann auch konsequent fordern....


3) Arbeitsplätze


Leider machen wir die Erfahrung, dass unsere Flüchtlinge von den Jobcentern und Arbeitsagenturen nur unzureichend bei der Jobsuche unterstützt werden. Wir kennen viele arbeitsfähige Personen, die lediglich zu Gesprächen eingeladen werden, jedoch weder beim Erstellen ihrer Bewerbungsunterlagen unterstützt werden, noch wird ihnen mit Nachdruck die Verpflichtung nahegebracht, sich auch zu bewerben. Genau wie deutschen Arbeitssuchenden könnte und sollte man den Menschen Jobangebote weiterleiten und sie verpflichten, sich auch zu bewerben. Es ist nämlich leider zu beobachten, dass zunächst hochmotivierte Menschen beginnen, sich im Hartz 4 – Bereich einzurichten, ein schlechtes Beispiel für die oft zahlreichen Kinder in den Familien!

Wir hoffen sehr, dass Sie und die Landesregierung uns bei unseren wirklich engagierten Bemühungen zur Integration auf diesen Feldern unterstützen können!

Mit freundlichen Grüßen,
Philipp Neeesen, 1. Vorsitzender,
Barbara Schindewolf-Lensch 2.Vorsitzende