Jahresrückblick 2022

 

Aktuelle Situation

 

zusätzlich zu den ca. 380 schon bei uns lebenden Geflüchteten aus vielen verschiedenen Ländern kam es seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine zu einem großen Zustrom ukrainischer Geflüchteter nach Isernhagen seit Ende Februar 2022. So lebten vorübergehend weitere 400 ukrainische Geflüchtete teils in privaten Familien, teils in Gemeinde-eigenen Wohnungen oder Unterkünften wie Seestraße und - ehemalige - Heinrich-Heller-Schule. Einige sind inzwischen weiter gereist oder zurück in die Ukraine gegangen.

 

Unser Helfernetzwerk, das zwischenzeitlich schon seine Aktivitäten ein wenig zurückgeschraubt hatte, war in der Lage, blitzschnell zu reagieren, um hier wieder helfend eingreifen zu können. So bildeten wir schon wenige Tage nach dem Überfalleine „Task-force Ukraine“, in der sich zahlreiche neue und altbewährte Netzwerker zusammen fanden. Wir konntenSpendensammlungen koordinieren, Transporte in die Ukraine unterstützen, private Wohnungsgeber finden und betreuen, die Menschen, die sich zunächst sehr verunsichert und verzweifelt in der Heinrich-Heller-Schule wiederfanden unterstützen, so dass wenigstens erneute Traumatisierungen vermieden werden konnten. In Rekordzeit konnten wir Sprachkurse für die Neuankömmlinge in den verschiedenen Ortsteilen organisieren. Es war ein Kraftakt, aber Dank der vielen tollen, engagierten Helfer hat mir die Koordination der Aktionen auch wieder viel Freude gemacht.

 

Aber auch aus anderen Ländern (Iran, Syrien, Irak, Georgien, Algerien, Tunesien, Ruanda, Simbabwe, Afghanistan und einiger Balkanstaaten) sind in letzter Zeit wieder mehr Menschen zu uns gekommen und die Landesaufnahme-behörde wird uns in den nächsten Monaten voraussichtlich noch weitere 200 Personen zuweisen.

 

 

Regelmäßige Aktivitäten

  • Ehrenamtliche Deutschkurse privat und in den Begegnungsstätten (Edith Wolter, Svetlana Hämeke, Heidelore Lehners,Edeltraut Schröder-Gießelmann, Alina Sokol, anfangs auch Anke Schmidt, Birgitta Roosen-Runge)
  • Kinderbetreuung/Hausaufgabenhilfe in der Seestraße (Dorith Droth)
  • Kinderspielgruppe in der Heinrich-Heller-Schule (Beatrix Göthel, Ulrike Margane, Manuela Schiermann)
  • Mithilfe bei den Blau-Gelben Wohnzimmern (Laetitia Hiemann, Barbara Schindewolf-Lensch)
  • Fahrradgarage „Radhus“ (Ernst Körner, Ulf Preuschoff, Friedhelm Burghardt, Ali Moradi). In diesem Jahr wurde das 1000ste Fahrrad abgegeben!
  • Erstellen und Aktualisieren eines Leitfadens (Edeltraut Schröder-Gießelmann)
  • Begrüßen von neu Angekommenen in Seestr. und Heinrich-Heller-Schule (Ulrike Margane, Barbara Schindewolf-Lensch)
  • Unterstützung bei Kontaktaufnahme mit Vermietern (Barbara Schindewolf-Lensch) 
  • Beratung Job, Ausbildung, Qualifizierung seit November (Dietmar Langer)
  • Vernetzung mit anderen Akteuren in der Flüchtlingsarbeit in Isernhagen beim Runden Tisch (Barbara Schindewolf-Lensch
  • Regelmäßige Gespräche mit der Abteilung Flüchtlingssozialarbeit der Gemeinde und ihrer Vorgesetzten Frau Keib (Barbara Schindewolf-Lensch)
  • Außendarstellung via Facebook (Gretha Burchard) und Homepage (Andrea Pfitzner)

Und sonst ...

  • Betreuung der ukrainischen Geflüchteten durch Alina Solkol von Beginn an mit ärztlichem Rat, Begleitung zu Ämtern, Trost und Beruhigung
  • Einrichtung und Betreuung einer ukrainischen Whatsapp- Informationsgruppe (Anna Koslowski)
  • Einrichten eines Dolmetscherteams für Ukrainisch (Alina Sokol, Geya Jordan, Anna Koslowski, Galina Meyer, Anastasia Diers)
  • Koordinieren von privatem Wohnraum für ankommende UkrainerInnen (Kristin Gallert, Gretha Burchard) mit Betreuung und Beratung der Wohnungsgeber (Ulrike Margane)
  • Zwei gut angenommene Zoobesuche (Ulrike Margane) im April und Mai 2022
  • Ostereier-Bemalen und -Suchen in der Heinrich-Heller-Schule (Beatrice van den Boom, Beatrix Göthel, Manuela Schiermann, Geya Jordan, Andrea Pfitzner)
  • Ein ehrenamtlicher Friseurbesuch in der Heinrich-Heller-Schule für ukrainische Geflüchtete (Beatrice van den Boom u.Team)
  • Zwei wundervolle Benefizkonzerte für das Helfernetzwerk hat Tomi Emilov in seinem Garten im Juni gegeben.
  • Im Juli und im Dezember fanden 2 wunderschöne Benefizkonzerte des Gymnasiums Isernhagen zu unseren Gunsten statt
  • Anfang Juli konnten diesmal 16 (!) geflüchtete Kinder am Fußballcamp des FC Neuwarmbüchen teilnehmen, betreut durch Beatrice van den Boom, Beatrix Göthel, Manuela Schiermann und Team
  • Sponsorn eines Schwimmkurses
  • Ein nettes Helfernetzwerktreffen im Garten bei Familie von Tippelskirch gab es im Juli.
  • Mehrere Haushaltsauflösungen wurden begleitet (Ulrike Margane)
  • Eine kleine Fahrradtour in Altwarmbüchen mit einem Mitglied des ADFC im September (Barbara Schindewolf-Lensch)
  • Ein Pizzaessen für ukrainische Geflüchtete bei Familie Difonzo (Veranstaltungsteam, Geya Jordan)
  • Auf dem Weihnachtsmarkt Kirchhorst durften wir eine großzügige Spende des Teams Zehntfest entgegennehmen
  • Zu Weihnachten organisierte die Firma REWE in Zusammenarbeit mit uns eine Geschenkaktion „Wunschbaum“ für Kinder aus der Seestraße und der Heinrich-Heller-Schule

 

Allen aktiven Helfern, aber auch den vielen Unterstützern (Zoo Hannover, Tom Emilov, Gymnasium Isernhagen, FCNeuwarmbüchen. ADFC, Familie Difonzo, Zehntfest Events, REWE Altwarmbüchen) sei hier noch einmal herzlich gedankt!

 


Oster-Aktion mit den ukrainischen Flüchtlingskindern

in der Heinrich-Heller-Schule am 16.04.2022


Bastel-Aktion zu Ostern am 12.04.2022


Eine peinliche und erniedrigende Aktion des Team Zuwanderung der Region Hannover

 

Am Donnerstag vor Ostern gegen 15 Uhr (also drei Stunden vor Dienstschluss der Gemeinde) erfuhren wir als Helfernetzwerk, dass die Gemeindeverwaltung vom Team Zuwanderung per E-Mail Briefe für einen Großteil der ukrainischen Geflüchteten erhalten hat. In diesen Briefen wurde den Adressat*innen ein Termin genannt, an dem sie auf dem Messegelände Hannover erscheinen sollten, damit Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht werden kann für eine Identitätsprüfung.

Die in den Schreiben genannten Termine waren für Samstag, Sonntag oder Montag angesetzt. Ja, für dieses Wochenende, also Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag! Allein das war schon ein Unding, für einen Termin nur 2 Tage später einzuladen, an einem Feiertag. 

Natürlich hatte die Gemeindeverwaltung allein keine Chance, die Schreiben den einzelnen Menschen zukommen zu lassen. Mithilfe vieler engagierter Menschen haben trotzdem fast alle Geflüchteten ihre Einladungen rechtzeitig erhalten.

Nun waren viele Geflüchtete am Samstag bei ihrem Termin - und absolut nichts funktionierte. Uns wurde berichtet, dass sie sich trotz extra vorher gemachter Corona Tests (wie im Schreiben gewünscht) vor Ort nochmal testen mussten. Begleiter*innen durften nicht mit. Der Fingerabdruckscanner war defekt und Menschen wurden für Dienstag wieder einbestellt. Das Ganze dauerte mehr als 2 Stunden. Andere berichteten von einer fünfstündigen Wartezeit, mit kleinen Kindern.

Liebe Region Hannover, lieber Steffen Krach, Regionspräsident Steffen Krach - diese Aktion ist eine Frechheit. Dieses absolute Chaos heute auf dem Messegelände hätte verhindert werden können, z.B. indem man Menschen gar nicht erst an einem Donnerstag Nachmittag für Samstag einbestellt, indem man den einzelnen Kommunen hunderte Briefe per Email schickt,  die die Kommunen eigentlich per Post hätten versenden müssen an die Empfänger*innen, was zeitlich gesehen unmöglich war.

Eine absolute Verschwendung von finanziellen sowie personellen Ressourcen und für viele Menschen ein stressiges und erniedrigendes Erlebnis.

 

#regionhannover #regionspräsident Hannoversche Allgemeine Zeitung / HAZ


Der Krieg in der Ukraine dauert mittlerweile über 50 Tage an. Mehr als 350 Menschen aus der Ukraine haben in Isernhagen Zuflucht gesucht und gefunden. Die allermeisten von ihnen sind bei Privatpersonen untergebracht worden.

Das "Team Ukraine" des Helfernetzwerks sowie dutzende weitere Helferinnen und Helfer kümmern sich täglich und zu jeder Tages- und Nachtzeit um die Geflüchteten. 

 

Wir 

🏠 vermitteln Wohnraum

📝 helfen bei der Registrierung und weiteren Behördengängen

🫂 organisieren Angebote zum Austausch zwischen Geflüchteten

👩‍🏫 organisieren Sprachkurse

👧🏽 bieten Angebote für Kinder

🤰begleiten Schwangere

👕 verteilen Spenden

🗣 liefern Informationen über What's App Gruppen und einen ständig aktuellen Leitfaden 

👥 stehen stets als Ansprechpartnerinnen und -partner bereit

 

Dabei arbeiten wir mit den Kirchengemeinden in Isernhagen, mit den Vereinen, mit den privaten Wohnraumanbietenden und mit der Gemeindeverwaltung zusammen.

 

Natürlich freuen wir uns auch weiterhin über eure Hilfsangebote und ganz besonders über Wohnraumangebote. Denn es werden noch weitere Menschen kommen und auch diesen wollen wir in dieser schrecklichen Zeit ein sicheres Zuhause geben. 

 

Meldet euch gern beim Helfernetzwerk - wenn ihr Hilfe anbieten könnt ebenso wie wenn ihr Hilfe braucht.

 

Zusammen sind wir stärker!💙💛


 Information über die Aktivitäten des Helfernetzwerks zum Thema Ukraine

 

06.03.2022:

Das Helfernetzwerk bereitet sich auf die Aufnahme von geflüchteten Ukrainern in Isernhagen vor, sei es, dass diese privat einreisen, sei es, dass sie von den Landesaufnahme-Einrichtungen zugewiesen werden.

Dafür haben wir eine Gruppe „Ukraine“ gebildet, die die Informationen, Kontakte und Hilfsangebote bündelt. Wir sind vernetzt mit der Gemeinde Isernhagen, der Beratungsstelle Grata, den ortsansässigen Kirchengemeinden und dem Verein Ukrainischer Verein Niedersachsen e.V. sowie der ukrainischen Kirchengemeinde St. Wolodymyr in Misburg. 

 

Wie kann man dem Helfernetzwerk helfen?

Wir freuen uns über jedes Unterbringungsangebot für die eintreffenden Menschen, auch wenn es nur vorübergehend ist.

Wir benötigen Menschen, die russisch oder ukrainisch sprechen und beim Übersetzen im Umgang mit uns Helfern, aber auch mit Behörden, Ärzten etc. helfen können. Hier haben wir erfreulicherweise auch schon einige nette Rückmeldungen bekommen.

Menschen, die sich vorstellen können, die Betreuung einer Familie oder auch einer Einzelperson als „Pate oder Patin“ zu übernehmen, sind sehr willkommen.

Lehrer oder Menschen, die erste Deutschkenntnisse vermitteln können, wären auch eine tolle Unterstützung.

Wir suchen auch Psychologen, die bei akuten seelischen Krisen helfen könnten.

Kontakt bitte über: helfernetzwerk-isernhagen@web.de 


Aktuell erreichen uns viele Fragen bezüglich der Ereignisse in der Ukraine. Dazu jetzt nur so viel:

Wir behalten die Lage genau im Blick und werden im Rahmen unserer Möglichkeiten zügig reagieren können, wenn unser Engagement und Hilfe gefragt sind. Wie das dann genau aussehen muss, werden wir nach dem dann aktuellen Sachstand einschätzen können und kommunizieren. Für allgemeine Auskünfte zur Situation von Flüchtlingen aus der Ukraine empfehlen wir die Informationen des Flüchtlingsrats Niedersachsen:

 

https://www.nds-fluerat.org/52256/aktuelles/ukraine-aktuelle-informationen/


Jahresrückblick 2021

 

Im vergangenen Jahr konnte das Helfernetzwerk trotz vieler Ideen leider ähnlich wie 2020 nicht so aktiv werden, wie wir es uns wünschen würden. Die Corona-Pandemie bremst uns weiterhin aus.

 

Aktuelle Situation:

zunehmende Aufnahme von Geflüchteten meist zunächst in die Seestr, häufig jetzt aus Balkanstaaten und Georgien, aber auch Syrien und Irak und Afghanistan

schlimme Zwischenfälle in der Seestr. blieben trotz geringer Präsenz der Sozialarbeiter Gott-sei-dank aus (soweit bekannt)

Die Betreuung in der Seestr. ist nach wie vor unzureichend, denn im März kündigte bei den Sozialarbeitern Maria Pruszynska und zum 31.10. auch noch Celina Schwarz. Metin Baris arbeitet zur Zeit Herrn Ralf Henneberg (15 Wochenstunden) und Frau Anita Berlin ( 20 Wochenstunden) ein. Damit hat die Gemeinde zur Zeit noch nicht einmal 2 Sozialarbeiterstellen voll besetzt. Die Mangelverwaltung geht weiter. Eine weitere Stelle ist wohl ausgeschrieben.

Im März eröffnete die Gemeinde uns, dass die Räumlichkeiten unseres „Treffpunkts“ im Zentrum anderweitig benötigt würden Der Umzug unseres „Treffpunkts“ in die Begegnungsstätte AWB war im Juni dank des schlagkräftigen Veranstaltungsteams abgeschlossen.. Dort nutzen wir jetzt einen Büroraum gemeinsam mit der Jugendhilfe und der Schuldnerberatung und konnten dort auch einige unserer Dinge unterbringen. Hier findet auch unser Alphabetisierungskurs statt.

 

Veranstaltungen:

Im Februar hatten wir ein 2-tägiges Seminar zum Thema „Argumentationshilfe gegen Rassismus“ für Helfer und Geflüchtete, leider nur online.

Im März hatten wir ein HNW-Treffen online

Im Juni fand die jährliche Mitglieder-Versammlung des Vereins HNW e.V. in der Begegnungsstätte Altwarmbüchen statt.

Ende September gab es sogar noch ein HNW - Treffen in Präsenz in der Begegnungsstätte

Das Veranstaltungsteam traf sich mehrfach, um kleine Aktivitäten zu planen

 

Aktivitäten:

Alphabetisierungskurs durch Edith Wolter  und Anita Clever in der Begegnungsstätte AWB unter 2G-Bedingungen

individueller Deutschunterricht durch Heidelore Lehners

Kinderbetreuung Seestr. durch Edeltraut Schröder-Giesselmann. Mit dem starken Anstieg der Coronazahlen pausiert die Betreuung seit Ende November leider.

Deutschunterricht vermitteln, Kurse suchen durch Barbara

Die Fahrradgarage „Radhus“ mit Ernst Körner und Ulf Preuschoff sowie 2 ehrenamtlich tätigen Geflüchteten macht gespendete Fahrräder verkehrssicher und gibt sie an Bedürftige ab. Leider haben wir in den letzten Monaten nur sehr wenige Fahrräder gespendet bekommen und auch die Absprache mit der Gemeinde bezüglich Fundfahrrädern klappte nicht zufriedenstellend.

2 Spaziergänge mit Bewohnerinnen der Seestr durch Margot Adams und Anita Clever mit allerdings wenigen Teilnehmerinnen im Oktober

Planung einer Rallye für Kinder der Seestr. durch das Veranstaltungsteam v.a. Laetitia Hiemann (scheiterte mangels Teilnehmern)

Erarbeiten eines Konzepts zur Zusammenarbeit Schule/ Eltern/ Gemeinde/ Helfer durch Anke Schmidt

Unterstützung und Beratung von Geflüchteten durch HelfernetzwerkerInnen in aller Stille im Hintergrund

individuelle Unterstützung einer Auszubildenden durch Edeltraut Schröder-Giesselmann

individuelle Unterstützung eines jungen Mannes beim Deutsch-Lernen zur Vorbereitung des Studiums durch Marco Wolf

Vermittlung von gespendeten Haushaltsgegenständen und  Möbeln über die Whatsapp-Gruppe durch Barbara

Verbreitung von Informationen auf der Whatsapp-Gruppe durch Barbara und häufig auch Hietam Khudida

Soziale Medien: Betreuung der Homepage durch Andrea Pfitzner und des Facebook-Auftritts durch Beate Roßbach

Teilnahme am Runden Tisch Integration 1x pro Monat, ab 2022 alle 2 Monate, durch Barbara und Peter Schiermann

 

Nach Rücksprache mit den Sozialarbeitern der Gemeinde wurde deutlich, dass sie sich unsere Unterstützung bei der Betreuung der Bewohner der Seestraße wünschen würden. Das Veranstaltungsteam besuchte daraufhin die Seestr., um zu erfragen, was die Bewohner für Wünsche zu Aktivitäten hätten. Bei der Umsetzung der Wünsche allerdings erlebten wir den Frust, dass es dann doch nur eine sehr geringe Teilnehmerzahl gab. Die Haupt-Wünsche waren gemeinsame Feiern und Koch-Aktionen, was wegen Corona leider noch nicht in die Tat umgesetzt werden konnte.

Hoffentlich können wir 2022 dann wieder durchstarten!

 

Im Dezember 2021

 

Barbara Schindewolf-Lensch


Liebe Freunde des Helfernetzwerks,

im Mai 2021 haben fleißige Hände unseren Treffpunkt im Zentrum von Altwarmbüchen leergeräumt.

Auf Wunsch der Gemeinde Isernhagen, die den Raum nun selbst benötigt, mussten wir leider umziehen.

Wir können uns dankbar vom Treffpunkt verabschieden.

Er hat uns immer einen Raum für Begegnungen geboten, hat wöchentliche Beratungen, Aktivitäten und seit Jahren viele gute Teamtreffen an dem großen Tisch ermöglicht.

Jetzt freuen wir uns auf die ersten möglichen Treffen in den neuen Räumlichkeiten der Begegnungsstätte Altwarmbüchen, An der Riehe und sind gespannt, wann es endlich mit unserer Planung wieder losgehen darf.

Wenn sich die Türen wieder für alle öffnen dürfen, geben wir das natürlich bekannt.

Bleibt gesund, auf baldiges Wiedersehen im neuen Treff!


Veranstaltungstipp des Helfernetzwerks Isernhagen

 

Kunstausstellung im „Treffpunkt“ – Werke von Fady Elachkar

 

Wo?

Im Treffpunkt, dem Raum des Helfernetzwerks in Altwarmbüchen-Zentrum, 

Bothfelder Straße, nach Durchgang der Passage zwischen Sparkasse und Apotheke 

Wann? 

Donnerstag, 22. Oktober und Freitag, 23. Oktober 2020, von 14 bis 18 Uhr     

Samstag, 24. Oktober 2020, von 10 bis 18 Uhr

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Wenn Kunst zum Leben gehört

Als der syrische Maler und Bildhauer Fady Elachkar (51) in diesem Sommer mit seiner Familie, der Ehefrau, drei Töchtern und einem Sohn, nach Isernhagen kam, sagte er zu einem der Sozialarbeiter in der Unterkunft Seestraße:

„Ich muss nicht viel essen, aber ich brauche meine Kunst“.

Das Helfernetzwerk Isernhagen hatte für die Bedürfnisse des Künstlers volles Verständnis und ermöglichte ihm, im Treffpunkt, dem Gemeinschaftsraum des Helfernetzwerks im Zentrum von Altwarmbüchen, seine Staffelei aufzustellen und dort zu malen.

Seitdem ist eine Vielzahl von Gemälden entstanden, die nun erstmals der Öffentlichkeit im Rahmen einer kleinen Ausstellung vorgestellt werden.

 

Helfernetzwerk-Projektleiterin Barbara Schindewolf-Lensch kündigt an:

„Wir haben mit der Region Hannover die Corona-bedingten Vorgaben abgesprochen, an die wir uns selbstverständlich halten werden. Die Bilder sind im Treffpunkt zu sehen, mit kontrolliertem Zugang. Im Freien, vor der Treffpunkt-Tür, möchten wir Kaffee und Kuchen, Getränke und ein kleines Rahmenprogramm anbieten, eventuell mit arabischer Live-Musik – sofern das Wetter mitspielt.“

Der Künstler und die Mitglieder des Helfernetzwerks freuen sich auf kunstinteressierte BesucherInnen und bitten darum, die Ausstellung in den Medien anzukündigen.

 

Einige Angaben zur Person des Künstlers:

Fady Elachkar stammt aus der Stadt Suweida in Süd-Syrien. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er in Venezuela, wo seine Eltern damals lebten und arbeiteten, bevor sie nach Syrien zurückkehrten.  

Er studierte mit dem Schwerpunkt Bildhauerei am Institut für Angewandte Kunst in Damaskus und hat im Laufe seines Berufslebens an zahlreichen Kunstausstellungen in Syrien, und den Nachbarländern teilgenommen.

Seine Werke, vor allem Skulpturen, und Steinmetzarbeiten, entstanden in Syrien, im Libanon, Jordanien, Saudi-Arabien, VAE, China, Hongkong und den USA. 

So hat Fady Elachkar umfangreiche Stein-Dekorationen im Palast von König Abdullah in Amman/Jordanien ausgeführt. 

 

Noch ein Hinweis:

Fady Elachkar ist sehr dankbar für die Möglichkeit, in Altwarmbüchen malen zu können.

Sein Herz schlägt jedoch noch stärker für die Bildhauerei. Sein größter Wunsch ist daher ein Atelier, eine Halle oder ein anderer geeigneter Raum, in dem er große Steinblöcke mit schwerem Gerät bearbeiten kann, ohne die Nachbarschaft mit Lärm und Staub zu belästigen.


Maskenpflicht - unsere Helfernetzwerk-Nähgruppe war fleißig und hat Masken genäht. Das sorgfältig ausgetüftelte Schnittmuster stammt von Projektleiterin Silke von Tippelskirch. Zouzan, Hazima und Jinda haben jeder eine HNW-Nähmaschine mit nach Hause mitgenommen und genäht.

"Wir wollen helfen und der Gesellschaft etwas zurückgeben", sagen die drei geflüchteten Frauen. Jetzt haben sie ca. 50 Masken dem Team des Pflegedienstes Grote in Altwarmbüchen übergeben. Der Pflegedienst hat gerade sein Beratungsbüro in der Nachbarschaft unseres Treffpunkts wieder eröffnet.

Die Masken können dort von allen Menschen mitgenommen werden, die sie benötigen, gern gegen eine Spende für das Helfernetzwerk, um die Materialkosten zu decken.

 

Masken, Masken...die HNW-Nähgruppe näht weiter mit Hochdruck!

Das Pflegezentrum Grote in Altwarmbüchen hat um Nachschub gebeten und heute weitere Masken von uns erhalten. Auch Pastor Henkmann von der St. Marienkirche in Isernhagen KB bat um Masken und ist jetzt gut ausgestattet, falls Gottesdienstbesucher ohne Maske in die Kirche kommen. Vielen Dank an alle Masken-Abnehmer, die dem Helfernetzwerk Spenden zur Deckung der Materialkosten zukommen lassen. 


Wer gern gibt, erhält auch viel zurück!

Die kleinen und großen Bewohner der Unterkunft Seestraße haben einen Kalender gemalt und gebastelt, den sie den Mitgliedern des Runden Tisches Integration geschenkt haben. Unser "Kalender 2020 der Herzen" hängt nun im Treffpunkt und kann dort angeschaut werden.


Weihnachtsmarkt in Isernhagen KB (2019)

Und schon ist der Weihnachtsmarkt in Isernhagen KB wieder vorbei. 

In der HAZ Isernhagen ist eine Reportage über die Mitarbeit der Redakteurin Katerina Jarolim-Vormeier erschienen. Auch an unserem Stand war sie aktiv. Hier ein Auszug aus der online-Version, das Foto von uns und der Link dazu. 

https://www.haz.de/…/Isernhagen-Weihnachtsmarkt-in-K.B.-Wol…

"Ausprobiert: Mitgeholfen beim Weihnachtsmarkt in Isernhagen K.B.

Den ganzen Nachmittag stehen und den eisigen Temperaturen trotzen: Wie ergeht es den vielen Menschen, die größtenteils ehrenamtlich auf dem Weihnachtmarkt in Isernhagen K.B. im Einsatz sind? Unsere Mitarbeiterin Katerina Jarolim-Vormeier hat an den Ständen mitgeholfen.

Wie anstrengend ist die Arbeit im adventlichen Budendorf? Das möchte ich am Sonnabend auf dem Weihnachtsmarkt in Isernhagen K.B. herausfinden und helfe deshalb an einigen Ständen mit, an denen Ehrenamtliche im Einsatz sind. Was mich dort alles erwartet, hätte ich nie gedacht.

Erster Einsatz beim Helfernetzwerk Isernhagen

Meinen ersten Einsatz absolviere ich beim Helfernetzwerk Isernhagen. Ich schlüpfe durch die Holztür in die Bude, drinnen ist es richtig eng. Regina Steinmann absolviert dort mit Hazima und Jinda ihre „Schicht“. Das Helfernetzwerk kümmert sich mittlerweile seit sechs Jahren um Flüchtlinge in der Gemeinde.

Auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen Steinmann und die jungen Frauen aus Syrien und dem Irak allerlei Produkte, die sie mir kurz vorstellen. Darunter finden sich Marmeladen, Gelees, Kekse und vieles mehr. Die Preise kann ich mir auf die Schnelle nicht merken, dafür sind es zu viele Waren. Dann steht auch schon die erste Kundin da. Annemarie von Rad kauft ein weihnachtliches Gelee. „Was kostet es?“, frage ich ahnungslos. „Fünf Euro“, antwortet mir Hazima – und der erste Artikel ist verkauft.

Skiunterwäsche und Wollsocken wärmen

Meine Finger sind jetzt schon kalt und ein wenig auch die Füße – und das nach 20 Minuten, trotz Daunenjacke und Winterstiefeln. Ich will wissen, was die Frauen alles tragen, damit sie warm bleiben. „Ich habe gestern gelernt und trage heute Skiunterwäsche und Wollsocken“, erzählt mir Regina Steinmann. Damit die Füße in der Bude nicht ganz so eisig werden, wurden Holzpaletten samt Teppich auf das Kopfsteinpflaster gelegt..."


 

Weihnachtskekse-Backen

am 30. November 2019

 

Der 1. Advent kann kommen! 15 Kinder und ihre Mütter haben heute gemeinsam mit den Aktiven des Helfernetzwerks einen großen Berg leckerer Weihnachtskekse gebacken.

Alle hatten viel Spaß - es war ein wirklich süßer Tag. Die Kinder durften natürlich ihre Kekse mit nach Hause nehmen. Das, was noch übrig ist, gibt es an unserem Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Isernhagen KB am Wochenende des 3. Advent.


 

Auf dem Roten Faden - so war unser Besuch in Hannover:

 

Bei herbstlichem, aber trockenem Wetter haben wir heute Hannover erkundet und sind auf dem Roten Faden durch die Stadt spaziert. Es waren - wie leider so oft - nur wenige Interessenten dabei, aber die fanden es toll. Danke an Andrea für die interessante Stadtführung! Jetzt ist die Neugier geweckt, und es wurde der Wunsch geäußert, noch andere Städte rund um Hannover zu erkunden. Machen wir...!


3. Internationale Frauenparty

 

Super-Stimmung hatten wir bei unserer 3. Frauenparty am Freitagabend. Die HAZ Isernhagen hatte eine Redakteurin geschickt, die ein paar Stimmungsbilder eingefangen hat. Hier ist der Bericht:

"Isernhagen F.B

Wenn Frauen unter sich feiern, dann ist die Stimmung ungezwungen und entspannt. Es wird geklönt, geschlemmt, gelacht und getanzt. Aus welchem Land die Frauen kommen, zu welcher Nation sie gehören, ist nicht wichtig. Wichtig ist es, Spaß zu haben. Und den hatten sie, die Frauen, die zur mittlerweile dritten Frauenparty des Helfernetzwerkes Isernhagen in die Begegnungsstätte in Isernhagen F.B. gekommen waren.

„,Ihr müsst das öfter machen’, das hören wir immer wieder“, sagte Barbara Schindewolf-Lensch, Koordinatorin des Helfernetzwerkes, und schaute in die bunte Runde. Die Idee ist einfach: Die Ehrenamtlichen des Netzwerkes kümmern sich um Raum und Getränke, die Frauen bringen etwas Leckeres zu Essen mit, ihre Lieblingsmusik und gute Laune. Und dann kann sie schon losgehen, die Party. Wer niemanden hat, der in der Zeit die Kinder betreut, bringt sie einfach mit.

Frauenparty schafft Begegnung

Faken Dayekh ist seit der erste Frauenparty dabei. Die 45-Jährige stammt aus Syrien und genießt die Gelegenheit, mit anderen Frauen zu feiern. „Sonst bleibt nicht so viel Zeit, andere zu treffen“, sagt die fünffache Mutter: „Hier gibt es einen festen Anlass.“ Da sie im Ort wohnt, ist sie mit dem Fahrrad gekommen: „Das sind keine sieben Minuten.“ Andere Teilnehmerinnen – viele stammen aus dem Irak, doch auch eine Türkin und eine Georgierin sind dabei – haben aus Altwarmbüchen den Bus genommen. Sogar aus Burgwedel sind Gäste dabei.

Mit dem Bus gekommen ist auch Dayekhs 17-jährige Tochter. Beide freuen sich darauf, später zu tanzen.„Beim letzten Mal war die Stimmung super, wir haben viel Spaß gehabt“, sagt Faken Dayekh mit glänzenden Augen. „Wenn Syrer feiern, dann tun das Frauen und Männer häufig getrennt“, erklärt die 45-Jährige, die seit vier Jahren in Isernhagen lebt. „Denn viele Frauen dürfen nicht tanzen, wenn fremde Männer dabei sind.“ In ihrer Familie gehe es aber liberaler zu, versichert sie."

https://www.haz.de/…/…/Isernhagen-Frauen-feiern-ohne-Maenner


 Moorfest 2019 – wir waren dabei!

 

Am Samstag hatten wir einen Stand, der fast ausschließlich von unseren Neubürgern betrieben wurde. Das Veranstaltungsteam des Helfernetzwerks hatte lediglich bei Planung, Equipment, Auf- und Abbau mitgeholfen. Der Stand war sehr gut platziert – mitten im Geschehen und sehr schön gestaltet. Angeboten und verkauft wurden arabischer Mokka, Süßigkeiten, köstliche Falafelwraps und die beliebten Produkte der Nähgruppe. Alle Beteiligten hatten viel Spaß und von den Gästen des Moorfestes kam durchweg ein sehr positives Echo. Erfreulicherweise äußerten mehrere Besucher und Besucherinnen sogar die Absicht, uns künftig zu unterstützen.

 


Das Helfernetzwerk hat gegrillt, dank der großzügigen Einladung des Hotel Auszeit in Isernhagen. Auch Bürgermeister Arpad Bogya war dabei.

 

Zum dritten Mal ist das Helfernetzwerk Isernhagen vom Hotel Auszeit aus Isernhagen HB großzügig verwöhnt worden. Auch in diesem Sommer hat das Hotel-Team einen großen Picknick-Korb mit reichlich Grillgut, leckeren Salaten und ausgezeichneten Getränken gepackt, um den Mitgliedern des Helfernetzwerks, die sich für die Integration von Flüchtlingen in unserer Gemeinde engagieren, eine Freude zu machen und ihnen mit einem gemütlichen Grillabend für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken.

 

Am 14. August, bei schönstem Wetter, konnte sich so ein großer Kreis des Helfernetzwerks im Garten von Familie von Tippelskirch in NB treffen. Mit dabei waren auch zahlreiche neue Mitbürger aus dem Kreis der Migranten, die zum Teil bereits selbst im Helfernetzwerk tätig sind, um Neuankömmlingen zu helfen.

 

Und auch Bürgermeister Arpad Bogya ließ es sich nicht nehmen, ein Stündchen dabei zu sein, die noble Geste des Hotels Auszeit zu genießen und erneut seiner Wertschätzung für die Arbeit des Helfernetzwerks Ausdruck zu verleihen.

 

Barbara Schindewolf-Lensch, Vorstandsmitglied und Projektleiterin des HNW, bedankte sich ausdrücklich beim Auszeit-Team für den schönen Abend, der erst spät endete, und freute sich, dass der Bürgermeister und so viele Aktive der Einladung gefolgt waren.


 3. Internationales Frauenfrühstück am 04. Mai 2019

 

Wir hatten heute einen wunderschönen Vormittag mit einem sehr internationalen Frauenfrühstück.

Die Frauen aus Syrien, Afghanistan, Spanien, Tunesien, Irak, Tschetschenien und Deutschland haben sich sehr angeregt und fröhlich unterhalten und nebenbei ein köstliches Büffet genossen.


Yezidisches Neujahrsfest, Essen für Betreuer, 17.4.19

Auch dieses Jahr wieder verwöhnten uns unsere yezidischen Freunde mit einem Berg an Köstlichkeiten, mit viel interessanten Gesprächen, mit Musik und Tanz.

Vielen Dank für dieses wirklich schöne Fest!


 4. Ostereier färben und Hefezopf backen am 06. April 2019 


Moorfest am 18./19.8.2018